WifiPilot

Eine kleine Android-App, die im Hintergrund mitschreibt, wie gut die Verbindung wirklich ist – WLAN, Mobilfunk und Erreichbarkeit, alle 30 Sekunden, mit Position. Die Daten laufen auf einem eigenen Server zusammen und werden dort ausgewertet.

App herunterladen wird geprĂŒft 


Die App liegt nicht im Play Store – sie wird direkt installiert. Android fragt dabei einmalig, ob Installationen aus dieser Quelle erlaubt sind. Das ist normal und muss bestĂ€tigt werden.

Wozu das gut ist

„Das Internet ist schlecht" ist keine Diagnose. Es kann am WLAN liegen, an einem einzelnen Zugangspunkt, an der Anbindung nach draußen, an einer Anmeldeseite, an der Uhrzeit – oder daran, dass gar nicht das Internet das Problem ist, sondern das Fachsystem dahinter. WifiPilot misst diese FĂ€lle getrennt, damit man aufhören kann zu raten.

WLAN im Detail

Netzname und – wichtiger – der konkrete Zugangspunkt, an dem das Telefon gerade hĂ€ngt. Dazu SignalstĂ€rke, Frequenzband und Kanal. So fĂ€llt auf, wenn einer von mehreren Sendern an Bord nichts taugt.

Erreichbarkeit

Vier Sonden nebeneinander: Namensauflösung, der eigene Server, ein neutraler Test ins Internet und das Fachsystem. Erst ihr Vergleich verrĂ€t, an welcher Stelle die Kette reißt.

Mobilfunk

Zum Vergleich mitgemessen – und um den teuren Fall zu erkennen, in dem das Telefon zwar im WLAN hĂ€ngt, den Verkehr aber heimlich ĂŒbers Mobilnetz leitet.

Position

Jede Messung bekommt Koordinaten. Die Auswertung zeigt die Strecke, eingefĂ€rbt nach VerbindungsqualitĂ€t – man sieht, wo es abreißt.

In vier Schritten eingerichtet

App installieren

Oben herunterladen und öffnen. Wenn Android nach der Erlaubnis fĂŒr unbekannte Quellen fragt, bestĂ€tigen.

Berechtigungen erteilen

Standort ist Pflicht – ohne ihn gibt Android weder Netznamen noch Zugangspunkt heraus, und die Messung wĂ€re wertlos. Dazu Benachrichtigungen und die Ausnahme von der Akku-Optimierung, damit das System die Messung nicht nach kurzer Zeit abwĂŒrgt.

Kopplungscode eintragen

In der Auswertung wird ein GerĂ€t angelegt; sie zeigt einen sechsstelligen Code. Diesen zusammen mit der Serveradresse in die App eintragen – ein langes Passwort muss niemand abtippen.

Messung starten

Ein Schalter. Ab dann lÀuft die Aufzeichnung im Hintergrund weiter, auch nach einem Neustart des Telefons. Ohne Netz wird lokal gepuffert und spÀter nachgeliefert.

Was die Werte bedeuten

Die Auswertung zeigt zu jedem Zeitpunkt einen von fĂŒnf ZustĂ€nden. Sie unterscheiden sich absichtlich, weil sie völlig verschiedene Gegenmaßnahmen verlangen:

in Ordnung Der Server antwortet in unter einer Sekunde. Alles gut.
langsam Erreichbar, aber trĂ€ge. Kein Ausfall, sondern Überlastung – meist zu viele Nutzer auf einer zu schmalen Anbindung.
Anmeldeseite Das WLAN fĂ€ngt den Verkehr ab und will eine Anmeldung im Browser. Sieht fĂŒr Apps wie ein Totalausfall aus, ist aber mit einem Klick behoben.
kein Internet Das Telefon hĂ€ngt im WLAN, aber nichts kommt durch. Entweder ist die Anbindung nach draußen tot, die Namensauflösung defekt, oder das Signal zu schwach.
kein Netz Weder WLAN noch Mobilfunk in Reichweite. Ein echtes Funkloch.
keine Messdaten Die App war aus oder das Telefon abgeschaltet. Wird bewusst nicht als Ausfall gewertet – sonst wĂ€re jede Zahl wertlos.

Die wichtigsten Kennzahlen

VerfĂŒgbarkeit Anteil der Zeit mit nutzbarer Verbindung. BezugsgrĂ¶ĂŸe sind nur tatsĂ€chlich vorhandene Messungen – Zeiten ohne Daten verzerren den Wert nicht.
Fachsystem erreichbar Getrennt ausgewiesen. Weicht dieser Wert nach unten ab, wÀhrend das Internet lÀuft, liegt das Problem nicht am Schiff.
Antwortzeit (Median) Die HĂ€lfte der Messungen war schneller, die HĂ€lfte langsamer. Robuster als ein Durchschnitt, den einzelne Ausreißer verzerren.
SignalstĂ€rke Negative Zahl in dBm, nĂ€her an null ist besser. Ab −60 sehr gut, ab −70 brauchbar, unter −80 wird es unzuverlĂ€ssig.
Wechsel des Zugangspunkts Wie oft das Telefon zwischen Sendern springt. Jeder Wechsel unterbricht laufende Verbindungen kurz.
Heimlich ĂŒber Mobilfunk Anteil der Zeit, in der das Telefon im WLAN hing, aber ĂŒbers Mobilnetz funkte. Auf See heißt das Roaming – Kosten, die sonst niemand bemerkt.

In der Auswertung gibt es zu jedem dieser Werte eine ausfĂŒhrlichere ErklĂ€rung, und auf Knopfdruck eine Deutung der Messreihe in Klartext.

Datenschutz und Akku

Die App sendet ausschließlich an den eingetragenen Server – keine Drittanbieter, keine Werbung, keine Analysedienste. Erfasst werden Netz- und Funkwerte, Position und GerĂ€temodell; keine Inhalte, keine besuchten Adressen, keine Telefonnummern. Wer eine Aufzeichnung nicht mehr will, schaltet den Schalter um oder löscht die App.

Die Dauermessung mit Standort kostet Akku – auf einem Telefon, das dauerhaft messen soll, gehört ein Ladekabel dazu.

Auswertung unter /admin · Die Anwendung lÀuft auf eigener Infrastruktur.